Bei Brückenabbruch Vertragsstrafen im Nacken
ESSEN, 19.06.12 – Wenn die Zeit drängt, ist man für jede Unterstützung dankbar. Um einen Brückenabbruch in der US-Metropole Denver schneller abzuwickeln, setzte der Auftragnehmer eine Abbruchzange CC 3300 von Atlas Copco zusätzlich zu den Pulverisierern ein.
Mit der Abbruchzange CC 3300 konnte Performance Equipment die Brücke in Scheiben schneiden und ganze Felder im Stück niederlegen. Den Rest erledigten Hydraulikhämmer von Atlas Copco.
Für die Erneuerung der Brücke der Interstate I-25 über die 84th Avenue bei Denver, USA, hatten die Auftraggeber nur wenig Zeit eingeplant. Nach dem strikten Zeitplan des Projekts musste die Brücke in nur zwei Nachtschichten abgebrochen werden und der Verkehr jeweils um 5.00 Uhr morgens wieder frei fließen können. Bei Nichteinhaltung dieser Zeitvorgaben drohte das Colorado Department of Transportation mit hohen Vertragsstrafen. Die Firma Performance Equipment Service aus Erie, Colorado, eigentlich Vermieter der Abbruchgeräte, sprang selbst mit ein, um ihren Kunden zu unterstützen.
Der Chef Donnie Fetters beteiligte sich mit einer Atlas Copco CC 3300 Abbruchzange an den Arbeiten. Ihm standen zwei Zeitfenster von je fünf Stunden zur Verfügung, um die Arbeiten zu erledigen. Zur ersten Schicht traf er kurz vor Mitternacht ein und machte um 4.15 Uhr Schluss. Beim zweiten Mal begann er kurz nach 23 Uhr und war um 3.30 Uhr mit seiner Arbeit fertig. „Ich schätze, die Pulverisierer hätten für den Job sechs Stunden pro Nacht gebraucht. Gut an der Abbruchzange ist, dass ich damit die Brücke in Scheiben schneiden und ganze Felder im Stück niederlegen konnte.“ Fetters setzte die Abbruchzange effektiv nur etwa eine Stunde pro Nacht ein, aber diese eine Stunde machte den Unterschied. Der Freeway konnte schneller wieder geräumt werden.
Starke Kombi: Die unabhängig beweglichen Zangenarme der CC 3300 legen die Bewehrung frei, und die Schneidmesser durchtrennen die Eisen. | Fotos: Atlas Copco
Nur ein paar Kratzer
Fetters war von der Abbruchzange mit ihren unabhängig beweglichen Zangenarmen und den Schneidmessern begeistert: „Du knabberst sie mit den Zangenarmen an. Dann greifst du dir die letzten 25 cm und arbeitest dich mit den Messern durch die freigelegte Bewehrung.“ Am Ende war von Verschleiß nicht viel zu sehen: Abgesehen von Kratzern in der Lackierung der Arme waren keinerlei Zeichen von Abnutzung zu erkennen. Auch keine Scharten – und das bei 9er-Bewehrung. „Diese Abbruchzange hat alle jemals von uns genutzten Werkzeuge in den Schatten gestellt“, sagt Fetters. Beeindruckt hat ihn auch die Selbstnivellierung der Zange: „Die Zangenarme geben keinen Druck auf das Trägergerät. Die eine Seite bleibt angesetzt und die andere kommt herum – perfekt ausbalanciert. Meine andere Abbruchzange packt nicht einmal annähernd so kräftig zu wie diese.“ Dabei ist die CC 3300 mit rund 1.100 kg sogar leichter als sein anderes Gerät und belastet daher sein Trägergerät weniger.
Vermietung an „ausgewählte“ Kunden
Fetter war so begeistert von der CC 3300, dass er sie nach dem Brückenabbruch spontan für das eigene Geschäft kaufte. Mit dem auswechselbaren Schrottschneidearm als Sonderausstattung dürfte die CC 3300 auch mit bis zu 35 cm starken Stahlträgern keine Probleme haben. Will er sein liebgewonnenes Spielzeug aber nun auch vermieten, oder will er es für sich behalten und Vertragsunternehmen aushelfen? „Nun“, sagt er, „ja, ich werde sie rausrücken. Schließlich sind wir vor allem ein Maschinenvermieter. Aber ich muss schon eine Menge Vertrauen in den Bediener haben.“ Ehe Fetters seine CC 3300 in fremde Hände gibt, bekommt der Mieter daher eine gründliche Übergabe und praktische Einweisung. Wie alle seine Mietgeräte will er die Einheit in bestmöglichem Zustand halten, um sicherzustellen, dass seine Mietkunden die gleiche positive Erfahrung machen wie er selbst bei seinem ersten Projekt.