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Baustelle in Berlin: Der Auftragseingang lag im Bauhauptgewerbe um 12,7 % über dem Wert des ersten Quartals 2011. | Foto: BB/bi

Bauwirtschaft mit höchstem Auftragsvolumen seit zwölf Jahren

BERLIN, 31.05.12 - Mit rund 12,6 Milliarden Euro meldeten die Bauunternehmen im März das höchste Auftragsvolumen seit dem Jahr 2000. Der Umsatz ist im ersten Quartal zwar zurückgegangen. Die Nachfrage nach Bauleistungen ist aber weiterhin hoch.

 

Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in der neuesten Ausgabe seines Aktuellen Zahlenbildes mitteilt, lag der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im März um nominal 9,1 % über dem entsprechenden Vorjahreswert (real: + 6,0 %) und 12,7 % über dem Wert des ersten Quartals 2011 (real: + 9,5 %).
In dem Umsatzrückgang im März von nominal 2,0 % sieht der Hauptverband kein Anzeichen für eine bevorstehende baukonjunkturelle Abkühlung. Der Rückgang erkläre sich - wie auch im Vormonat - aus einem statistischen Basiseffekt, da der Umsatz im Vergleichsmonat März 2011 außerordentlich stark gestiegen war (+24 %). Aufgrund des guten Januarwertes übertraf der Umsatz im ersten Quartal das Ergebnis des ersten Quartals 2011 aber trotzdem um 1,2 %.

Wohnungsbau stabil

Stabil entwickelt sich weiterhin der Wohnungsbau: Die Auftragseingänge lagen im März um 6,5 % über dem Vorjahresniveau (1. Quartal: + 17,5 %). Der Umsatzanstieg fiel mit 0,5 % zwar vergleichsweise moderat aus, aufgrund der guten Entwicklung im Januar erreichte der Wohnungsbau im ersten Quartal aber ein Umsatzplus von 6,3 % - und damit den höchsten Anstieg aller Bausparten.

Wirtschaftsbau mit Zuwachs

Auch die Nachfrage nach Gewerbeimmobilien ist ungebrochen: Die gestiegene Investitionstätigkeit der Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes bescherte den Bauunternehmen im Wirtschaftsbau im März Auftragszuwächse von 5,2 % (1. Quartal: + 4,7 %) und ein Umsatzplus von 4,3 % (1. Quartal: + 4,0 %).

Umsatzeinbruch im öffentlichen Bau

Zwiespältig stellt sich die Entwicklung im öffentlichen Bau dar: Während der Auftragseingang – mittlerweile den fünften Monat in Folge – im März weiter zunahm (+ 15,3 %), meldeten die Bauunternehmen einen Umsatzeinbruch von 12,1 %. Für das gesamte erste Quartal ergibt sich damit ein Umsatzminus von 9,5 %. Aufgrund der guten Auftragsentwicklung (+ 21,5 %) in den ersten drei Monaten dieses Jahres sei für die kommenden Monate aber mit einer besseren Umsatzentwicklung zu rechnen, so der Verband. Er erwartet für das laufende Jahr ein Umsatzwachstum von 4 % und einen Anstieg der Beschäftigung im Jahresdurchschnitt von 1,5 % auf 745.000 Personen.