Bomag:
Spatenstich für modernste Bandagenfabrik der Welt
BOPPARD, 19.06.12 – Es ist die größte Einzelinvestition in der Geschichte des Unternehmens: Bomag baut für über 21 Millionen Euro das Stammwerk in Boppard aus. Jetzt wurde der Spatenstich für den Bau der weltweit modernsten Bandagenfabrik ihrer Art gefeiert.
Gute Laune beim Spatenstich (v.l.): Ralf Junker, Geschäftsführer Produktion, Bomag-Präsident Jörg Unger, Dr. Walter Bersch, Bürgermeister von Boppard, Fertigungs-Leiter Kai Riedel und Architekt Joachim Rind.
Die Bandage – eines der Herzstücke einer
Bomag-Walze. | Fotos: Bomag
Auf 12.600 qm sollen in Zukunft Herstellung, Montage und Lackierung aller Bandagen stattfinden. Rund 21,5 Mio. Euro investiert Bomag hier - die größte Einzelinvestition in der 55-jährigen Geschichte des Unternehmens. Der Baubeginn der neuen Fabrik ist für Juli, der Produktionsstart für Sommer 2013 geplant.
Mit der Fertigstellung 2013 könne die bisherige Gesamtkapazität verdoppelt werden, heißt es von Bomag. Auf 12.600 qm plus Vordächern und Sozialgebäuden entsteht eine eigenständige Fabrik in der Fabrik. Eine Fertigungsinsel, in der kundenauftragsbezogen nach neuesten Erkenntnissen bezüglich Energieeinsparung, Effizienz, Ergonomie und Arbeitsplatzgestaltung gearbeitet werden wird. Hierzu gehören beispielsweise Wärmerückgewinnungssysteme, innovative Fertigungstechnologien, Montage unter Reinraumbedingungen und Prozessoptimierungen.
Gebündelte Produktion
Die bisherigen Produktionsbereiche liegen räumlich weit voneinander entfernt, mit der neuen Fertigungsinsel werden sie an einem Ort gebündelt. Montagenahe Lagerung des Materials, ein stark reduzierter Einsatz von Staplern sowie der Einsatz modernster logistischer Konzepte zur Materialbereitstellung, der verstärkte Einsatz von Robotern und fahrerlosen Transportsystemen und damit ein erhöhter Automatisierungsgrad steigern langfristig die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens.
Die Fertigung basiert auf dem Prinzip der Gruppenarbeit und den Grundsätzen einer verstärkten Verantwortung und Entscheidungsfreiheit für jeden einzelnen Mitarbeiter. Da das Material in unmittelbarer Nähe verfügbar sein wird, entstehen kurze Arbeitswege. Unangenehme Arbeiten wie beispielsweise das Waschen oder auch das Spritzlackieren der Bandagen werden durch Roboter ausgeführt. Die zunehmende Automatisierung entlaste die Mitarbeiter, führe aber nicht zu einem Abbau von Arbeitsstellen, hieß es weiter. In der neuen Fabrik sollen, wenn die letzte Ausbaustufe erreicht ist, 160 Mitarbeiter beschäftigt werden, nahezu eine Verdoppelung der heutigen Mitarbeiterzahl.