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Kamera lässt Staub und Wasser abblitzen

TSCHERNITZ, 09.01.12 – Rückfahrkameras müssen auf dem Bau eine Menge aushalten. Das Gerät des deutschen Anbieters Carlights.de ist staubdicht und hält bei der Reinigung einem Wasserdruck von bis zu 100 bar stand.

 

Härtetest am Dumper – die spezielle Rückfahrkamera von Carlights ist staub- und wasserdicht. | Foto: Carlights

Bislang gibt es nur wenige Kameras, die sich für den Einsatz an bauwirtschaftlichen Großfahrzeugen wie Kippern, an Kehrmaschinen oder Müllwagen eignen. Um die Prüfung für die Schutzartnorm IP 69 K zu bestehen, müssen die Geräte zwei wesentliche Anforderungen erfüllen: Es darf kein Staub ins Gehäuse gelangen und sie müssen wasserdicht sein – selbst wenn sie mit einem Wasserdruck von 80 bis 100 bar beaufschlagt werden.

Das Gehäuse der CM-IP69 K besteht aus stabilem Aluminium-Druckguss. Die Widerstandsfähigkeit der Kamera gegenüber einem hohen Wasserdruck ist zum Teil auf ein spezielles Kameraobjektiv zurückzuführen. „Das Objektivglas ist gewölbt und absorbiert die Einwirkung deutlich besser als dies bei einer glatten Glasfläche der Fall wäre“, erläutert Christian Jurtz, Geschäftsführer von Carlights.de. „Zusätzlich sorgt eine Nanobeschichtung mit Lotuseffekt dafür, dass das Wasser abperlt und das Glas nicht beschlägt.“ Darüber hinaus sind alle Bauteile sehr massiv gestaltet: Sowohl Standfuß als auch Schutzdach bestehen aus Edelstahl. Die Kamera ist durch zwei korrosionsbeständige Aluminiumgehäuse geschützt. Zusätzlich verteilt ein Leitblech den Wasserdruck gleichmäßig über die Oberfläche des Objekts. Die Kamera ist leicht anzuschließen, muss aber dank ihrer Robustheit auch bei stark schmutzenden Arbeiten oder beim Reinigen mit Hochdruck oder Dampfstrahl nicht abgebaut werden.

Auf Wintertauglichkeit geprüft
Über die Anforderungen der Schutzartprüfung hinaus ist die Kamera aufgrund ihrer Eigenschaften gerade für den Einsatz im Winter geeignet: Sie ist für einen Temperaturbereich von -40 bis +80 °C ausgelegt und sehr widerstandsfähig gegen die Einwirkung von Salz. Nachgewiesen werden konnte dies in einem achtstündigen Salznebelsprühtest, dem die Kamera bei einem unabhängigen Institut unterzogen wurde: Weder Lack noch Kabel waren danach korrodiert.

Auch Nachtsichtfunktion und automatische Tag/Nachtumschaltung begünstigen den Einsatz der Kamera für den Wintereinsatz in Kommunen und der Bauwirtschaft. Zehn Hochleistungs-Spezial-Dioden mit einem Durchmesser von jeweils acht Millimetern gewährleisten eine hellere und gleichmäßigere Ausleuchtung im Vergleich zu den standardmäßig eingesetzten 5-mm-Dioden. Durch einen Reflektor in den Dioden, der Rotlicht zurückwirft, kann ein besonders großer Erfassungswinkel von 144 Grad abgedeckt und eine flächige Ausleuchtung erreicht werden. Die Kamera kann individuell nach hinten und, zur Erfassung des toten Winkels, auch nach unten ausgerichtet werden. „Im Mittel wird so ein Minimum von 15 Meter hinter dem Fahrzeug gut ausgeleuchtet“, sagt Jurtz.