Perforiert und verformt: Glasfaserbeton für die Fassade
BASEL, 03.02.12 – Hauchdünne Paneele aus Glasfaserbeton, mit Noppen, Beulen und Löchern: „Sculptural fibreC“ sorgte für Staunen auf der Swissbau in Basel. Das Material ist zwar nicht neu, aber die Möglichkeiten scheinen unendlich.
Auf der Swissbau wurde „sculptural fibreC“ das erste Mal der Öffentlichkeit präsentiert.
Am Stand von Gasser Fassadentechnik konnten die Besucher einen außergewöhnlichen Pavillon aus speziell bearbeiteten fibreC Fassadenplatten bewundern. Gasser ist Vertriebspartner des deutsch/österreichischen Unternehmens Rieder Smart Elements GmbH. Die Firma Rieder ist Spezialist rund um den Werkstoff Beton und bietet Lösungen aus Glasfaserbeton für Gebäudehüllen.
Auf der Swissbau wurde „sculptural fibreC“ das erste Mal der Öffentlichkeit präsentiert: hauchdünne Paneele aus Glasfaserbeton, die mit Hilfe eines speziellen Produktionsverfahrens mit Reliefs versehen werden.
Verformungen in alle Richtungen
fibreC Fassadenplatten sind im Standard-Sortiment als flaches Paneel in zehn unterschiedlichen Farben erhältlich. Wie man in Basel sehen konnte, setzt Rieder bewusst keine Grenzen in der Gestaltungsfreiheit. Das widerstandsfähige Material lässt Verformungen in alle Richtungen zu. Mit „sculptural fibreC“-Platten, die mit Reliefs versehen werden, öffnet Rieder neue Wege in Richtung dreidimensionale Fassadengestaltung. Erhöhungen oder Vertiefungen sind in einem speziellen Herstellungsverfahren in nahezu jeder Form möglich.
Die dünnen Glasfaserbeton-Paneelen wurden mit Reliefs und Perforierungen versehen. | Fotos: Rieder
Ideen in Realität umsetzen
„Wir wollen Standards neu setzen und bewusst Regeln brechen“, so Wolfgang Rieder, Eigentümer der Rieder Gruppe. Planer wie Boris Egli von L3P Architekten bringen ihre Kreativität in die unternehmenseigene Entwicklungsabteilung bei Rieder ein. So wurden die flachen fibreC Platten für die Swissbau in „sculptural fibreC“ verwandelt. Das Schweizer Architekturbüro L3P entwickelte das Konzept für den Messestand. Unter dem Motto „Der Weg ist der Raum“ sollte der Stand von außen geschlossen und geheimnisvoll wirken und so Neugier und Spannung bei den Passanten erzeugen. „Wir haben uns entschlossen, die Außenhülle für den Präsentationsraum mit fibreC Glasfaserbetonplatten zu verkleiden, um die Materialeigenschaften und die spannenden Gestaltungsmöglichkeiten zu zeigen“, so Boris Egli zu seinem Standkonzept.
Für den Messepavillon wurden fibreC Paneele in der Farbe „Liquide Black“ mit Reliefs und Perforierungen versehen. Eine weitere Besonderheit: Auch die Plattenrückseiten wurden gezeigt. Die Aufmerksamkeit und Neugier der Messebesucher war groß.
Werkstoff seit 2004 auf dem Markt
Der Werkstoff fibreC ist bereits seit acht Jahren am Markt und garantiert laut Hersteller "absolute Sicherheit" durch seine thermischen Werte, die eine Temperaturstabilität von bis zu 350° Celsius bieten. fibreC Glasfaserbeton ist nicht brennbar. Die 13 mm dünnen Platten im Format 3.600 oder 2.500 x 1.200 mm sind standardmäßig in zehn unterschiedlichen Farben und drei Oberflächenausführungen erhältlich.