Ein knapper Meter Länge und ein angepasstes Spritzbild sorgen für Sauberkeit. Die Waschanlage MD HD-1 reinigt die am stärksten verschmutzten Bereiche des Fahrwerks. | Foto: Frutiger
Neue Waschanlage für Baumaschinen
WINTERTHUR, 08.02.12 – Eine pfiffige Idee für die Baumaschinenreinigung stellt die Firma Frutiger vor: Die Schweizer haben ihre Reifenwaschanlage MobyDick zum Waschen von Baumaschinen umfunktioniert. So bleibt Baufirmen zukünftig das zeitraubende Reinigen ihrer Maschinen per Hand erspart.
Auf die Idee hätte wirklich schon früher mal jemand kommen können: Statt die Fahrwerke von Baumaschinen nach Feierabend mühsam mit einer Hochdrucklanze von Hand zu reinigen, fährt man sie einfach durch eine Reifenwaschanlage – genauer gesagt: durch die Baumaschinenwaschanlage MobyDick HD-1. Die befreit das Chassis, den Unterboden und die Kettenlaufwerke von Baufahrzeugen innerhalb weniger Minuten automatisch vom Grobschmutz und zwar wesentlich schneller und komfortabler als von Hand.
Je nach Kundenwunsch kann die Waschanlage Kettenfahrzeuge bis zu der Größe einer Caterpillar D11, aber auch Dumper und Radlader reinigen. Im Gegensatz zur klassischen Reifenwaschanlage ist die Baumaschinenwaschanlage nur einen bis zwei Meter lang, hat ein speziell angepasstes Spritzbild und wird etwas anders benutzt. Zum Waschen fährt man die Maschine nämlich nicht einfach hindurch, sondern bewegt sie einige Male vor und zurück, bis sämtliche Verschmutzungen abgewaschen sind.
Saubere Sache
Das Waschwasser wird durch den niedrigen Druck in der Regel nicht kontaminiert und fließt während des Reinigungsvorgangs selbstständig zurück in die Anlage. Dort findet die automatische Wiederaufbereitung für den nächsten Waschvorgang statt. Der dabei anfallende Schlamm wird durch den integrierten Kratzförderer seitlich ausgetragen und kann mühelos entsorgt werden. Die MobyDick HD-1 hilft so Zeit, Wasser und Strom zu sparen und entlastet damit auch die Umwelt.
Auf dem Trockenen
Diese Methode, die Betriebskosten zu senken, ist international rasch auf großes Interesse gestoßen, unter anderem verrichtet eine MobyDick HD-1 bereits inmitten der israelischen Wüste, in einer Phosphatmine nahe am Toten Meer ihre Dienste. Dort befreit sie zuverlässig die Chassis der eingesetzten Fahrzeuge von hartnäckigen Staubkrusten, die durch das Befeuchten der Pisten (Staubunterdrückung) entstehen. Der Betreiber ist äußerst zufrieden mit der Anlage, nicht zuletzt auch aufgrund der erheblichen Wassermengen, die sich nun sparen lassen. Denn das Wasser vor Ort ist knapp und kostet 20 mal mehr als in Mitteleuropa.