Iveco-Doppelsieg bei Rallye Dakar
PLANEGG, 17.01.12 - Der Lkw-Hersteller Iveco und das niederländische De Rooy-Team haben bei der Dakar 2012, der weltweit härtesten Rallye, mit Platz eins, zwei und sechs total abgeräumt. Gerard De Rooy heißt der Sieger bei den Lkw. Seiner Meinung nach war die souveräne Kraftentfaltung gerade in den langen und schwierigen Sandetappen ausschlaggebend. Letztlich gaben fahrerisches Können, Teamgeist und die Ausfallsicherheit der Iveco Trakker den Ausschlag.
Volle Leistung bei härtesten Bedingungen – Iveco Trakker Evo 1mit 840 PS und 3.600 Newtonmetern Drehmoment.
Nach dem Dakar-Sieg ein Bad in der Menge:
Gerard de Rooy vor seinem Iveco Powerstar.
Diese Veranstaltung hat wegen ihrer Gefährlichkeit nicht nur Freunde, weiß man bei Iveco. Dennoch hat sich Iveco nach intensivem Abwägen entschlossen, als Unterstützer des De Rooy Teams teilzunehmen. Und das hat nach Aussagen des italienischen Herstellers triftige Gründe.
Der Nutzen für die Serie besteht darin, dass sich Fahrzeug und leistungsgesteigerte Serienmaschinen unter extremen Bedingungen bewähren müssen. Im Falle der Rallye Dakar bedeutet dies Außentemperaturen bis 50°C, Höhenbetrieb bis 4000m, Steigungen und Gefälle über 30°, Vibrations- und Stoßbelastungen, Staub, Steinschlag, Salze. Die Triebwerke müssen also beides sein: leistungsstark und sehr robust. In dieser Hinsicht ist die Dakar ein knallharter Test für die Praxistauglichkeit eines Motors. Schwachstellen werden gnadenlos offengelegt und können zum Nutzen der Serie ausgemerzt werden. Bei Iveco haben die Dakar-Erfahrungen der Vergangenheit beispielsweise zu Verbesserungen an Lüfter- und Kühlanlage, Schmiersystem und Motoraufhängung geführt. Bei der über 9.000 km langen 2012er-Edition durch Argentinien, Chile und Peru gab es außer Gewaltschäden an Fahrwerk und Reifen so gut wie keine technikbedingten Ausfälle. In etlichen Etappen waren deshalb sogar die beiden Iveco-Servicetrucks unter den ersten zehn. Ferner mussten sich die neuen Leichtlauföle des Iveco Erstausrüsters Petronas im Härtetest beweisen.
Fakt ist außerdem: in vielen Märkten, in welche Fahrzeuge der Marke Iveco verkauft werden, zählen Straßenverhältnisse der Marke Dakar durchaus zum Alltag. Eine Andenquerung abseits der Hauptrouten kann bei voller Beladung durchaus dem Belastungsprofil der Rallye entsprechen. Ähnliche Anforderungen sind aus China bekannt, wo Iveco mit drei Joint Ventures vertreten ist. Schließlich gilt auch ein Marketing-Aspekt: Iveco ist in allen diesen äußerst dynamischen Märkten stark engagiert und betreibt Werke in Argentinien, Brasilien und Venezuela. In Latein Amerika ist Iveco sehr erfolgreich und hat seit 2007 seinen Absatz verdreifacht. Fast jeder zehnte LKW fährt dort mittlerweile unter der Marke. Neben der Investition in Verkaufs- und Servicestützpunkte ist auch die Strategie, in diesen Märkten modernste Fahrzeuge anzubieten, verantwortlich für die hohe Akzeptanz von Iveco Fahrzeugen.