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Baukonjunktur:

Unspektakulärer Start ins Jahr

BERLIN, 21.02.12 – Der Januar lief bei den baugewerblichen Unternehmen mehr oder weniger saisonüblich. Nachfrage und Auftragsbestände gingen leicht zurück. Immerhin spielte das Wetter ganz gut mit.

 

Die günstige Witterung aus dem Dezember 2011 hat sich fortgesetzt. Auch im Januar 2012 waren die Unternehmen witterungsbedingt wenig in der Produktion beschränkt. So haben die Unternehmen bestehende Auftragsbestände weiter abarbeiten können. Die Bautätigkeit hat sich gegenüber dem Dezember allerdings nicht erhöht, die Beschäftigung wurde stabil gehalten. Das sind im wesentlichen die Ergebnisse der monatlichen Konjunkturumfrage unter den ZDB-Mitgliedsbetrieben für Januar 2012.

Erwartungen eher positiv

Die Geschäftslage wird überwiegend als saisonüblich beurteilt. Während sich bei der Beurteilung der Geschäftslage für den Wohnungsbau und Wirtschaftsbau auch signifikant positive Beurteilungen finden, bleiben diese in den öffentlichen Sparten aus.
Die Nachfrage nach Bauleistungen ist im Vormonatsvergleich in allen Sparten leicht rückläufig, was durchaus saisontypisch ist. Die kurzfristigen Erwartungen signalisieren demgegenüber schon deutlich Positiveres. Während im Dezember für die kommenden Monate noch deutlich Skepsis vorgeherrscht hatte - die Urteile lagen nahezu ausschließlich zwischen „unverändert“ bis „abnehmend“ – steht das Trendbarometer zur Geschäfts- und Auftragsentwicklung nun deutlich im Bereich „unverändert“ bis „zunehmend“.

Auftragsbestände nehmen ab

Die Auftragsbestände werden im Wohnungsbau und Wirtschaftsbau gerade noch als ausreichend beschrieben, im öffentlichen Hochbau und Straßenbau sind sie jedoch „zu klein“, so die Auffassung de mittelständischen Bauunternehmen.
Die Auftragsbestände haben im Hochbau in den alten Ländern gegenüber dem Vormonat wie auch dem Vorjahresmonat abgenommen. In den alten Ländern lag die Reichweite der Aufträge im Januar 2012 bei 1,9 Monaten, im Dezember lag sie noch bei 2,3 Monaten, ähnlich wie im Januar 2011 (2,4 Monate). In den neuen Ländern hielten die Auftragspolster noch auf hohem Niveau bei 2,6 Monaten, was etwas über dem Wert vom Januar 2011 lag.
Auch im Tiefbau haben sich die Auftragsbestände in den alten Ländern reduziert; gegenüber dem Dezember von zwei Monaten auf 1,6 Monate. Dabei hielten die Bestände im Süden bei knapp zwei Monaten, verloren aber im Westen und Norden. In den neuen Ländern hielten die Bestände auf dem Niveau des Dezember und Januar 2011 bei 1,5 Monaten.