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Baugewerbe:

Freude über Comeback der Eigenheimzulage

KIEL, 28.02.13 – Vor sieben Jahren ist sie abgeschafft worden, nun könnte sie bald ein Comeback erleben: Bundesbauminister Peter Ramsauer überlegt, nach der Wahl die Eigenheimzulage wieder einzuführen. Im Baugewerbe Schleswig-Holsteins kam jetzt schon mal Freude auf.

„Es hat lange gedauert, aber am Ende kann alles gut werden“, sagte Georg Schareck, Hauptgeschäftsführer des Baugewerbeverbandes Schleswig-Holstein (BGV) zu den Berliner Plänen. Der Bauwirtschaft sei immer wieder Kompensation für das 2006 gestrichene Milliardenprogramm in Aussicht gestellt worden. Geschehen sei bisher nichts. Die Wiedereinführung der Eigenheimzulage und der Abschreibung von Wohnungsneubauten sei angesichts steigender Mieten in vielen deutschen Ballungsgebieten „ein überfälliger Schritt“, so Schareck. Es freue ihn, dass die KfW-Programme für zinsverbilligte Darlehen ausgebaut werden sollten und die Bundesländer für den sozialen Wohnungsbau über 2014 hinaus Bundesmittel in Millionenhöhe zur Verfügung gestellt bekämen.

250.000 neue Wohnungen jährlich
Mit der Rückkehr zu abgeschafften Förderinstrumenten wie der Eigenheimzulage will Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) den Wohnungsbau anzukurbeln. 250.000 neue Wohnungen jährlich sollen so in den kommenden fünf Jahren entstehen. Dabei könne die Zulage wegen knapper Kassen jedoch nicht in der einstigen Höhe von bis zu zehn Milliarden Euro pro Jahr aufleben, sagte Ramsauer. Außerdem könne das Thema erst nach der Bundestagswahl im Herbst angegangen werden.

Bedarf bleibt hoch
Der Bedarf bleibt jedenfalls hoch: Die Zahl der privaten Haushalte wird auch zukünftig weiter ansteigen und die Menschen würden nach mehr Wohnfläche streben, so Schareck: „Es ist klar zu erkennen, dass es weiterhin einen großen Bedarf an neuen Wohnungen geben wird. Das gilt für Schleswig-Holstein und den Großraum Hamburg in besonderem Maße.“ Er selbst habe immer dafür plädiert, die Eigenheimzulage beizubehalten. „Sie trägt sich im Prinzip selbst durch die höheren Steuereinnahmen, und wer Eigentum erworben hat, der hat für seine Altersvorsorge einen entscheidenden Schritt nach vorn unternommen“, meinte Schareck. „Mietfrei wohnen im Alter führt zu Entlastung der Sozialkassen.“ bb